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Historia Zbiorów i Muzeum

Vinzenz Pohls Beschreibung der Schaffgotsch'schen Bibliothek, 1847

(Bearbeitung Stanisław Firszt, Zusammenfassung)

Wincenty Pol
Wincenty Pol (Vinzenz Pohl) besuchte die Bibliothek 1847.

1847 weilte in Warmbrunn der Gesandte der Ossolineum-Bibliothek in Lwiw, Wincenty Pol (Vinzenz Pohl), polnischer Schriftsteller, Geograph und Ethnograph. Er suchte nach polnischen oder Polen betreffenden Dokumenten und Drucken. Sehr hoch schätzte er die naturkundlichen Sammlungen, aber auch die Exponate, die mit der Kultur und Geschichte der Dynastie der Piasten verbunden waren, mit der die Familie Schaffgotsch durch die Fürstin Barbara Agnes verwandt war.

Einen großen Eindruck machte auf Pohl das 1720 entstandene, im Auftrag von Johann Anton Schaffgotsch gemalte Bild mit der Genealogie der Piasten-Familie: Wenn es um den Stammbaum der Piasten geht, der sich in der Rüstkammer befindet, so können mit ihm die bisher bekannten Ahnentafeln nicht verglichen werden. Er wollte für Ossolineum eine Kopie des Bildnisses anfertigen und bat um die Genehmigung dafür. In einem Brief schrieb er: Graf Schaffgotsch erlaubte es mir, eine Kopie für Ossolineum anzufertigen. Ich habe vor Ort einen Maler angeheuert und so bringe ich von der Reise etwas mit. Wenn damals eine derartige Kopie entstand, so muss sie sich heute in den Lagerräumen in Lwiw befinden, da während des Umzugs des Ossolineums nach Breslau nach dem 2. Weltkrieg wurde sie nicht mitgenommen.
Ferner Beschreibt Pol in seinen Briefen und Reiseerinnerungen die ganze im Kloster befindliche Sammlung, aber auch den Ort Warmbrunn und das Riesengebirge.

Für die alte Geschichte Schlesiens ist die Schaffgotsch'sche Bibliothek, die sich im Zisterzienserkloster befindet, von derselben Bedeutung, wie die Ossoliński-Bibliothek für Geschichte Polens. 50.000 Volumine befinden sich hier, ungezählt der zahlreichen Manuskripte von einem unschätzbaren Wert (...). 

Die mineraologische Sammlung ist systematisiert und sehr reichlich, vor allem wenn es um die Abteilung der Kristalle geht. Sie umfasst über 12.000 Exemplare (...)

 Blick auf die Rüstkammer im Warmbrunner Kloster. Auf der Wand hinten - die Genealogie der Familie von Schaffgotsch (Fot. 1. Hälfte des 19. Jh.).

Die Rüstkammer befindet sich in einem gesonderten Raum. Sie beinhaltet Erinnerungsstücke aus der Ritterzeit, die von großem Wert sind, da jede Rüstung mit einer entsprechenden Beschreibung ausgestattet ist (...). So befinden sich hier Fahnen aus den Religionskriegen (...), Kanonen, die mit den Wappen der Schaffgotsch in ganz Deutschland anwesend waren, das Henkersschwert mit dem Hans Ulrich Schaffgotsch in Regensburg am 23. Juli 1635 geköpft wurde, verschiedene Gegenstände, die den Türken abgenommen wurden (...).

Auf zwei gegenüberliegenden Wänden sind die Ölmalereien der Stammbäume zu sehen: der eine von der Familie Schaffgotsch, der andere von den Piasten (...).
 Das Schwert, mit dem Hans Ulrich Schaffgotsch geköpft wurde (heute in den Sammlungen des Nationalmuseums in Wrocław, Inv.-Nr.: Mnwr XV-2905). 

Portret Rodziny_Kacpra_Schaffgotscha

Familienporträt von Kaspar Schaffgotsch; Öl, Brett, 85x232, 16. Jh. Früher in den hieseigen Sammlungen, heute im Besitz des Nationalmuseums in Wrocław. 

Links: die Genealogie der Piasten. Rechts: die Genealogie der Familie Schaffgotsch.

Genealogie der Familie  Schaffgotsch in der Rüstkammer in der Bibliothek im ehem. Kloster (Fot. aus der 1. Hälfte des 20. Jh.).

Je mehr ich in der Warmbrunner Bibliothek verweile, desto höher schätze ich ihre Bestände – es wäre nützlich, hier einen Forscher mehrere Monate arbeiten zu lassen. Ich fand hier eine neue Abteilung , die für unsere Geschichte und die Forschungen zum Slawentumn überhaupt von Bedeutung ist. Im 17. und 18. Jh. schrieben die Deutschen viel über Polen und dem Slawentum – eine ganze Reihe von Broschüren und Werken von fremden Autoren aus dieser Zeit befindet sich hier, und obwohl auch die Ossoliński-Bibliothek umfangreiche Sammlungen in diesem Bereich besitzt, so können sich hier seltene Broschüren befinden, die wir gar nich kennen, vor allem sie sog. Historischen Curiositäten, die vereinzelte Ereignisse beschreiben (...).

2002 wurde auf Anregung von Stanisław Firszt (5. v. r.) eine Kopie des Stammbaums der Piasten von Wiktor Staszak, nach Vorlage des Originals aus dem Pijaristen-Kloster in Warmbrunn ausgeführt. Sie befindet sich heute im Bolkoschloss in Bolków (Bolkenhain) und ihre von Robert Kutkowski verfertigte fotografische Kopie wird m Museum der Schlesischen Piasten in Brzeg (Brieg) präsentiert. Auf dem Foto: die Enthüllung der Kopie auf dem Bolkoschloss.

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